Der Unbekannte Riese.

„Alles in allem gleicht der Wohlfahrtsstaat dem Versuch, die Kühe aufzublasen, um mehr Milch zu bekommen.“ 

(Niklas Luhmann, Soziologe)

 

Vielfach unterschätzt wird die wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Sozialwirtschaft und speziell der Freien Wohlfahrtspflege. Dies wird z.B. durch die in regelmäßigen Abständen erscheinende Gesamtstatistik der BAGFW, die nur Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege umfasst (private und kommunale Anbieter und Dienstleister sind hierbei also unberücksichtigt), eindrucksvoll bestätigt.

 

Zum Stichtag 1. Januar 2012 gehörten bundesweit 105.295 Einrichtungen und Dienste mit 3.702.245 Betten (Plätzen) zur Freien Wohlfahrtspflege.

Mit insgesamt 1.673.861 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon 57 % als Teilzeitkräfte, beschäftigten die Wohlfahrtsverbände 3,8 % aller Erwerbstätigen in Deutschland.

 

Die Gesamtstatistik 2012 kann von der Website der Bundesarbeitsgemeinschaft heruntergeladen werden.

 

Ohne ehrenamtlich engagierte Menschen funktionieren viele Einrichtungen der Sozialwirtschaft schon heute nicht. U.a. vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung erwarte ich eine weiter steigende Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement in unserer Gesellschaft. 

Fest steht, dass der Staat die anstehenden Aufgaben allein nicht bewältigen und schon gar nicht bezahlen können wird.

Erfolgreiche Träger werden sich hierauf einstellen. So vertritt z.B. Professor Dr. Thomas Klie schon seit Jahren die Meinung, dass sich ein erfolgreiches Pflegeheim u.a. dadurch auszeichnet, dass dort genauso viele ehrenamtliche wie hauptamtliche Beschäftigte engagiert sind.

Interesse an weiteren Informationen? Hier geht es zu einem Weblog zum Thema Ehrenamt.

 

Fundraising gewinnt eine immer stärkere Bedeutung bei der Finanzierung von sozialwirtschaftlichen Projekten und Aufgabenstellungen. Neben den klassischen Instrumenten wie z.B. die alljährlichen Spenden-Galas im Fernsehen, die regelmäßigen Spendenaufrufe via Brief und die Bekanntgabe von bestimmten Spendenkonten bei regionalen Katastrophen oder Notlagen gewinnen "moderne" Instrumente, die Fundraisingaktivitäten z.B. im Internet ermöglichen und unterstützen, immer mehr an Bedeutung. Eine wachsende Zahl von gemeinnützigen Trägern organisiert sich z.B. in der Spendenbank.

 

Eine interessante Linksammlung (und mehr) zur Sozialwirtschaft allgemein steht Ihnen bei Socialnet zur Verfügung.

 

Auf den Seiten von Herrn Thomas von Holt finden Sie ergänzend sehr viel Wissenswertes u.a. zu den Themen Gemeinnützigkeitsrecht und Haftung von Organen.

Tweets von Oliver Luckner @DerSozialbanker
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